Best Practices für Unternehmen
Wie Unternehmensvideos nicht langweilig werden: Best Practices zu Storytelling, Zielgruppe, Kürze, Authentizität und visueller Gestaltung.
Von
Annika Grell
·
Co-CEO, Projektleitung

Hand aufs Herz: Wie viele wirklich gute B2B-Filme kennen Sie eigentlich? Einen, vielleicht zwei? Eine Statistik bringt es auf den Punkt: 85 % der Unternehmensvideos werden nach den ersten zehn Sekunden abgebrochen. Warum? Ganz einfach: Sie sind zu oft ideenlos und austauschbar.
Der Fokus liegt in guter Werbung nicht darin, schöne Bilder einzufangen. Vielmehr sollten Videos entstehen, die Menschen wirklich sehen wollen und die in Erinnerung bleiben. Doch wer beschäftigt sich schon gerne freiwillig mit Werbung?
Wir. Wir lieben Werbung, vor allem dann, wenn wir die Möglichkeit bekommen, Dinge anders anzugehen. Genau darum geht es in diesem Artikel: ein paar konkrete Tipps und Best Practices, die dafür sorgen, dass Ihr Video zu denen gehört, die Menschen wirklich von Ihrer Marke begeistern.
Kurz gesagt
Erzählen Sie eine Geschichte statt ein Produkt zu präsentieren.
Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe.
Kommen Sie schnell auf den Punkt.
Lassen Sie echte Menschen zu Wort kommen.
Sorgen Sie mit Bild, Ton und Hooks für Abwechslung.
1. Erzählen Sie eine Geschichte
Menschen lieben Geschichten. Geschichten sind emotional, inspirierend und oft lehrreich. Anstatt ein Produkt in den Mittelpunkt zu stellen, sollten Sie sich überlegen, welche Geschichten Ihre Marke erzählen kann. Jede gute Geschichte hat einen Helden, einen Konflikt und eine Lösung. Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kann dabei die Lösung sein, aber der Fokus sollte auf dem Menschen, den Herausforderungen und der Veränderung liegen. Ganz gleich, was Ihr Kerngeschäft ist: Man kann um jedes noch so „trockene“ Thema eine Geschichte bauen.
2. Fokus auf die Zielgruppe
Wer ist Ihr Publikum? Was beschäftigt diese Menschen wirklich? Ein Unternehmensvideo darf nicht willkürlich sein. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe und zeigen Sie, dass Sie ihre Probleme verstehen. Nur so wird die Zielgruppe erreicht.
3. Kürze und Prägnanz
Wir leben in einer Zeit knapper Aufmerksamkeit. Weniger ist oft mehr. Ihr Video sollte schnell auf den Punkt kommen und keine überflüssigen Informationen enthalten. Ein kompakter Clip, der in einer Minute eine klare Botschaft vermittelt, bleibt eher im Kopf als ein langatmiges Video, das keinen klaren roten Faden aufweist.
4. Authentizität und Emotion
Nichts ist authentischer als echte Geschichten von echten Menschen. Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden oder Kund:innen zu Wort kommen. Persönliche Geschichten und authentische Einblicke schaffen eine emotionale Bindung. Zufriedene Kund:innen, die erklären, wie Ihr Produkt ihren Alltag verändert hat, sind oft glaubwürdiger als jede Hochglanz-Werbung. Aber Vorsicht: Es geht nicht um das Auflisten von Produktdetails, sondern um Mehrwert und Lösungen. Im Fokus steht der Mensch.
5. Visuelle und akustische Gestaltung
Unsere Augen und Ohren wollen Abwechslung. Nutzen Sie Animationen, schnelle Schnitte und passende Musik, um das Video dynamisch zu gestalten. Musik weckt Emotionen, Animationen erklären komplexe Inhalte einfach, und eine gute Kameraführung sorgt dafür, dass die Augen dabeibleiben. Auch Bilder können überraschen und zum Thumbstop werden, der die Aufmerksamkeit einfängt. Hooks sorgen dafür, dass Zuschauer:innen neugierig bleiben. Der Schlüssel: Das visuelle Konzept muss passen – zu Ihnen, Ihrem Unternehmen und vor allem zur Zielgruppe.
Fazit
Unternehmensvideos müssen nicht langweilig sein. Es geht darum, Geschichten zu erzählen, Emotionen zu wecken und die Menschen, die Sie ansprechen möchten, wirklich zu verstehen. Denken Sie immer daran: Ein gutes Video ist wie ein spannendes Gespräch. Es bleibt im Gedächtnis, inspiriert und lässt Zuschauer:innen mit einem guten Gefühl zurück.
Häufige Fragen
Wie wird ein Unternehmensvideo nicht langweilig?
Indem es eine Geschichte erzählt, die Zielgruppe in den Mittelpunkt stellt, schnell auf den Punkt kommt, echte Menschen zeigt und visuell wie akustisch Abwechslung bietet.
Wie lang sollte ein Unternehmensvideo sein?
So kurz wie möglich. Ein kompakter Clip, der in einer Minute eine klare Botschaft vermittelt, bleibt eher im Kopf als ein langatmiges Video ohne roten Faden.
Eignen sich auch „trockene“ Themen für Storytelling?
Ja. Um jedes noch so trockene Thema lässt sich eine Geschichte bauen. Der Fokus liegt auf den Menschen, ihren Herausforderungen und der Veränderung, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bewirkt.
Warum sind echte Mitarbeitende und Kund:innen im Video wichtig?
Persönliche Geschichten und authentische Einblicke schaffen eine emotionale Bindung. Zufriedene Kund:innen sind oft glaubwürdiger als jede Hochglanz-Werbung.
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